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Frische gepaart mit technischem Können

Von unserer Mitarbeiterin Maria Herlo

Oftersheim. Das anspruchsvolle und durch klangliche Schönheit geprägte Frühlingskonzert zum 110-jährigen Jubiläum des Musikvereins Oftersheim (MVO) begeisterte am Sonntagnachmittag die Besucher im voll besetzten Rose-Saal. Die beiden Orchester, die Jugendkapelle "Marsch Mellows" und das Große Orchester des MVO, unter der Leitung der Dirigenten Erik König und Andreas Schnell haben mit Werken aus den verschiedensten Sparten, Rock, Pop, Klassik und Film, markante Kompositionen ausgesucht, durch die sich die Jubiläumsidee wie ein roter Faden zog.

Und Vorsitzende Hedwig Gutzki freute sich, anlässlich des 110-jährigen Geburtstags des Vereins so viele Gäste willkommen zu heißen. "Es war für uns einfach ein Muss, in diesem Jahr, in dem die Gemeinde ihr 1250-jähriges Jubiläum feiert, zum Geburtstag unseres Musikvereins einzuladen", betonte sie, "besonders freut es mich, unseren Bürgermeister Jens Geiß und seine Tochter Lilli begrüßen zu dürfen."

Geschenk zum Geburtstag

Und weil man zu einer Geburtstagsfeier nicht mit leeren Händen kommt, überreichte das Gemeindeoberhaupt der Vorsitzenden gleich einen Umschlag verbunden mit dem Dank für die großartige Arbeit, die der Musikverein seit 110 Jahren hier leistet. "Es war mir wichtig, heute hier zu sein", sagte Jens Geiß, "weil ich auch meine Wurzeln hier, in diesem Musikverein, habe. Denn neben Sport ist Musik das, womit man die Jugend ansprechen und zudem Musikliebhaber generationenübergreifend einbinden kann."

Sehr schön geriet gleich zu Beginn "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss. Angefeuert vom Dirigenten Erik König, der durch das Programm führte und mit einigen Sätzen jedes vorgetragene Stück beschrieb, beeindruckte das Ensemble durch Frische und technisches Können.

Die höchst attraktiven Klänge lösten im Saal ein Gefühl von Begeisterung aus. Gute Laune und Fröhlichkeit verbreiteten Stücke wie "Happiness" von Peter Janka oder "Happy" von Pharrell Williams, "wie es an Geburtstagen auch sein sollte", fand König in seiner Moderation.

Auch die Werke "Jupiter - Bringer of Jollity" von Gustav Holst, "Irish Dream" von Kurt Gäble oder "Menuett in G-Dur" von Bach riefen Begeisterungsstürme bei den Zuhörern hervor. In letzten Titel vor der Pause, "Mellow March", steckt, wie König informierte, der Name, den sich die Jugendlichen für ihre Kapelle ausgewählt haben und das auch zu ihrer Erkennungsmelodie geworden ist.

Amerikanische Versteigerung

Als kleinen Höhepunkt stellte die Jugendkapelle eine amerikanische Versteigerung auf die Beine. Innerhalb einer bestimmten Zeitspanne galt es für eine Torte, die Nikola Klein, die zweite Jugendleiterin, gebacken hatte, zu bieten, bis das Orchester unerwartet aufhörte zu spielen. Der letzte Bieter durfte sich über die Torte freuen. Der Erlös aus dieser Versteigerung kommt der Jugendkapelle zugute "für die Anschaffung neuer Instrumente und ihre Wartung", wie Erik König betonte.

Für Überraschungen war auch im zweiten Teil des Konzerts gesorgt. Das Große Orchester unter der Leitung von Andreas Schnell deckte mit seinem Repertoire eine breite Spanne von Stilen und Ausdrucksweisen ab. Durch das Programm führte charmant Michaela Heidicker, die hilfreiche Erklärungen zu den einzelnen Werken und Komponisten gab. Gleich mit der festlichen Ouvertüre zur "Feuerwerksmusik" von Händel demonstrierte das Orchester seine technische Brillanz.

Flott ging es weiter mit "Zur Feier des Tages" von Peter Janka und der Polka "Jubiläumsgrüße" von Frantisek Manias. Eine wahre Herausforderung stellte "Fiesta for Flutes" von Wim Laseroms dar, die hervorragend gemeistert wurde. "Selection from Tarzan" begeisterte mit den besten Songs aus der Filmmusik "Tarzan". Nach einer Hommage an Louis Armstrong und an die Beatles, nach Stücken wie "Fireworks", "Celebration" oder "Im Zigeunerlager" forderte der euphorische Beifall eine Zugabe, die mit einer hervorragenden Interpretation des "Badischen Lieds", in das alle einstimmten, gewährt wurde.

Bevor dieses bemerkenswerte Konzert zu Ende ging, hatte Hedwig Gutzki die schöne Aufgabe, den 86-jährigen Tenorsaxofonisten Fred Schmidbauer, der seit 1950 dem Verein angehört, zu ehren, und allen Mitwirkenden vor und hinter der Bühne Danke zu sagen.

© Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 15.03.2016

 

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